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Beiträge und Informationen

Information an alle Mitglieder

Sie haben hier auf unserer Website unter Register „Berichte“ die Möglichkeit, jagdbezogene Berichte oder Erlebnisse zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Die Berichte werden Korrektur gelesen und, wenn möglich, ungekürzt auf der Website eingestellt. Sollen hierzu Bilder veröffentlicht werden - was super wäre -, ist dies selbstverständlich möglich.

So, gerne warte ich auf Eure Beiträge …

Waidmannsheil

Euer Schriftführer Martin Sander

Info über die Afrikanische Schweinepest von Umweltminister Reinhold Jost

Ein Beitrag von Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes.

Sehr geehrte Jägerinnen und Jäger,

spätestens seit 2014 wissen wir, dass die im Jahr 2007 in Georgien erstmals aufgetretene Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht vor den Toren Europas halt macht und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bald im Saarland auftreten wird.

Die Infektion, die enorme Leiden für die befallenen Tiere mit sich bringt, dringt aus Osteuropa in Richtung Westen vor – nicht zuletzt über den Transitweg in Form infizierter Lebensmittel oder kontaminierter Fahrzeuge. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, aber bei Tieren unheilbar. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht. Vor diesem Hintergrund müssen gemeinsam alle Anstrengungen unternommen werden, um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in unserer Region zu verhindern oder bei einem Ausbruch diese zumindest einzudämmen.

Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest sind hoch ansteckende anzeigepflichtige Viruserkrankungen mit seuchenhaftem Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befallen. Fakt ist, die ASP ist nicht zu vergleichen mit der Klassischen Schweinepest.

Leidtragende werden zunächst die Jäger und Landwirte, in der logischen Folge aber auch die Verbraucher sein. Insbesondere für die Schweinefleischproduzenten, deren Produktion auf den Export ausgerichtet ist, stellt der Ausbruch der Seuche eine sehr große wirtschaftliche Gefahr dar. Zu befürchten sind massive und existenzbedrohende Auswirkungen. Auch der Absatzmarkt für Wildbret vom Schwarzwild könnte noch stärker belastet werden als es bereits jetzt der Fall ist. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der hohe Stellenwert, den die Politik diesem Thema einräumt.

Welche Rolle fällt den Jägern zu?

Bei allen Überlegungen zur ASP wird zwischen den prophylaktischen Maßnahmen und den Maßnahmen unterschieden, die in Kraft treten, wenn die Seuche im Saarland ausgebrochen ist.

Im Rahmen des vorbeugenden Schutzes fällt den Jägern die wichtigste Rolle zu. Notwendige Maßnahmen sind vor allem:

  • Reduktion des Schwarzwildbestands, die nicht nur allein zur Vorbeugung des Ausbruchs der ASP dient, sondern auch die hohe Anzahl an Wildschäden in der Landwirtschaft eindämmen kann.
  • Erhöhte Achtsamkeit und auffällige Vorfälle aufmerksam verfolgen, sodass eine fahrlässige Einschleppung der Seuche verhindert werden kann. Dazu gehört, dass jedes krankheitsverdächtige Wildschwein, tot aufgefunden oder erlegt, zur Beprobung zum Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) gebracht wird. Sollte der Abtransport der sogenannten „Indikator-Tiere“ zu umständlich sein, reicht ggf. eine Probe, die gemäß dem Merkblatt des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz entnommen und abgegeben werden soll. Für die Abgabe von Indikator-Tierproben wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro gewährt.
  • Über Smartphone können an das LAV mithilfe der Tierfund-App zusätzlich die genauen geografischen Koordinaten des Fundortes der eingelieferten Probe mitgeteilt werden (www.tierfund-kataster.de).

Zudem wurden weitere situationsbedingte Maßnahmen eingeleitet:

  • Finanzielle Unterstützung zur Durchführung von revierübergreifenden Jagden in Höhe von 200 Euro je Jagdrevier, das mit einer Flächengröße von mindestens 75 ha teilnimmt.
  • Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Stück, beispielsweise durch Zahlung je erlegtem Stück direkt an den Jagdausübungsberechtigten; darüber hinaus wird gerade durch das Ministerium geprüft, ob es möglich ist, anstelle der Aufwandsentschädigung für die Erlegung von Schwarzwild, auf die Erhebung der Gebühr zur Trichinenbeprobung zu verzichten.
  • Verbesserung der Möglichkeiten bei der Einzeljagd durch Optimierung der Wirkung von Kirrungen.
  • Erleichterung der Organisation von Drückjagden durch Schulungsmaßnahmen und wenn möglich der öffentlichen Stellen für Straßensperrungen während einer Jagd.
  • Unterstützung der auf Bundesebene geführten Diskussion zum Einsatz von Nachtzieltechnik.

Die Vorbereitung dieser Maßnahmen im Einzelnen fand und findet unter aktiver Mitwirkung der Vereinigung der Jäger des Saarlandes statt. Viele Gespräche wurden dafür im Vorfeld geführt. Nur durch diese vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Jägern war es möglich, Maßnahmen festzulegen, die praxisgerecht und effektiv sind. Ich bin der organisierten Jägerschaft sehr dankbar dafür, dass sie an unseren Überlegungen so aktiv und produktiv mitwirken.

Im Sinne dieser Zusammenarbeit hat mein Haus beispielsweise spontan die Bitte der Jägerschaft umgesetzt, die Hundeführer finanziell zu unterstützen, sollten sie infolge der Übertragung der Aujeszky´schen Krankheit, die bei einem Kontakt des Hundes mit Schwarzwild ausbrechen kann, ihren Jagdhund verlieren.

Im Falle der Afrikanischen Schweinepest gilt: Je früher ein möglicher Eintrag des Virus in die Wildschweinpopulation festgestellt werden kann, desto schneller und wirksamer können Eindämmungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Für die Probenentnahme stellt das Landesamt Proben-Sets mit dem nötigen Entnahmematerial und einer Anleitung zur Probenentnahme kostenfrei zur Verfügung. Die Sets sind im LAV, bei den Dienststellen des Saarforstes und bei den Hegeringleitern erhältlich. Weitere Informationen hierzu finden Sie im gemeinsamen Merkblatt des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und des Landesamtes für Verbraucherschutz zur „Klassischen und Afrikanischen Schweinepest“ auf den Internetseiten des Ministeriums: www.umwelt.saarland.de

Einige von Ihnen können sich unter Umständen noch an den Ausbruch der Klassischen Schweinepest im Jahr 2003 zurückerinnern. Mit großer Sicherheit muss davon ausgegangen werden, dass in einem Fall des Ausbruchs der ASP-Seuche, sich diese sehr viel länger in unserem Wildschweinbestand halten wird als das bei der KSP im Jahr 2003 der Fall war. Das zeigen die bereits gemachten Erfahrungen in den baltischen Staaten.

Insbesondere die hohe Schwarzwildpopulation begünstigt eine rasante Ausbreitung der ASP. Oftmals werden Jäger für die hohe Populationsdichte verantwortlich gemacht. Ich bin jedoch dagegen, die Jägerinnen und Jäger im Saarland zum „Sündenbock“ für die Dinge zu machen, die sie nicht zu verantworten haben.

Als eine Ursache für die hohe Schwarzwildpopulation ist unter anderem der seit Jahrzehnten sich stetig erhöhende Stickstoffeintrag in die Luft zu nennen. Dieser begünstigt die Buchen- und Eichenmast. Der Düngereintrag aus der Luft beträgt im Saarland etwa 35 kg/ha/Jahr. Die jährliche Eichen- und Buchenmast fördert die Wachstumsgeschwindigkeit und die Kondition der Wildschweine enorm. In früheren Zeiten gab es etwa alle sieben Jahre ein solches Mastjahr.

Auch das Klima steht auf der Seite des Schwarzwildes. Milde Winter beeinflussen entscheidend die ganzjährige Verfügbarkeit des Nahrungsangebotes, da der Boden vom Schwarzwild jederzeit aufgebrochen werden kann, um an Nahrung zu gelangen.

Die Flächennutzung in unserer Feldflur begünstigt das Anwachsen der Population ebenso. Ebenso wirkt sich die Ausdehnung des Maisanbaus positiv auf die Entwicklung der Schwarzwildpopulation aus. Die Anbauflächen für Raps sind ebenfalls angestiegen. Das Angebot an Futter steigt damit um ein Vielfaches.

Die Wildschweine fühlen sich in dieser veränderten Umwelt sehr wohl. Mit effizienten Ausweichstrategien setzen sie das vermehrte Angebot an Nahrung und Einständen in gute Kondition und folglich in Vermehrung um.

Für die Veterinär- und Jagdbehörden sind Sie, die Jägerinnen und Jäger, die Augen und Ohren in der freien Landschaft und im Wald. Gemeinsam kann es uns gelingen, die große Gefahr der ASP zu bannen oder zumindest einzudämmen. Wir stehen alle vor einer riesigen Herausforderung, die uns noch viel an Arbeit und Umsetzung von konkreten Maßnahmen abverlangen wird. Wenn wir weiter so gut und vertrauensvoll wie bisher zusammen arbeiten, können wir erfolgreich sein.

Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes

Hilfe bei Verlust des Jagdhundes durch die Aujeszkysche Krankheit

Die VJS hat sich der Gefahr des Verlustes unserer Jagdhunde durch die Aujeszkysche Krankheit angenommen und folgendes beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erreicht:

Saarjäger VJS 17. Januar 2018 durch Bernhard Strohm in Hundewesen

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass das Umweltministerium auf unsere Bitte hin einen Entschädigungsfond für Hunde aufgelegt hat, die durch die Schwarzwildjagd an Aujeszky erkranken und verenden.

Der Leiter der Obersten Jagdbehörde, Herr Dr. Lehnhausen, hat uns aktuell mitgeteilt, dass ab sofort und vorerst begrenzt bis zum 31.12.2018 die Regelung, dass für jeden Jagdhund, der im Rahmen eines jagdlichen Einsatzes im Saarland durch die Aujeszkysche Krankheit zu Tode kommt, das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf Antrag einen Zuschuss für die Anschaffung eines neuen Jagdhundes zahlt.

So schreibt er u.a.: „Es besteht Grund zur Annahme, dass bei der Schwarzwildbejagung nicht genügend Jagdhunde zur Verfügung stehen werden, da die Hundeführer den Verlust ihres Jagdhundes durch das Aujeszky Virus befürchten. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat insbesondere wegen der drohenden Gefahr durch die afrikanische Schweinepest die Jäger gebeten, effektive Jagden auf Schwarzwild durchzuführen. Bisher sind nur sehr wenige Fälle bekannt, bei denen es zum Verlust des Jagdhundes durch das Aujeszky Virus kam. Trotzdem ist ein solcher Fall nicht auszuschließen.

Der Verlust eines geliebten Jagdhundes wird für jeden Hundebesitzer sehr schmerzhaft sein. Damit in einem solchen Fall wenigstens finanziell geholfen werden kann, gilt (…) ab sofort die Regelung.

Dabei wird von folgenden Eckwerten ausgegangen:

  • Der Hund wurde im Rahmen eines Einsatzes bei einer Drückjagd im Saarland oder bei der Nachsuche auf ein Stück Schwarzwild im Saarland infiziert.
  • Ein Tierarzt hat die tödliche Erkrankung des Hundes bescheinigt.
  • Ein Rechnungsbeleg über den Neukauf des Hundes liegt vor.

Pauschal soll dann ein Förderbetrag in Höhe von 1.200,-€ gezahlt werden. Dieser Betrag stellt 50% der angenommenen Kosten für die Neuanschaffung, Ausbildung, Materialkosten und Prüfungsgebühren von zusammen 2.400,-€ dar.

In Kürze werden wir Ihnen ein Formular zur Verfügung stellen, das die Beantragung dieser Pauschale beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ermöglichen wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Zuschuss vor der Neuanschaffung eines Hundes beantragt wird.

Wir danken Herrn Minister Reinhold Jost herzlich dafür, dass er unserer Bitte schnell und unbürokratisch nachgekommen ist!

Die Jagdaufseher im Saarland danken der VJS für dieses starke Engagement und bedanken uns ebenfalls bei unserem Herrn Minister Reinhold Jost für diese Unterstützung.

GD

Afrikanische Schweinepest: Info des Bauernverbandes

 

Düsseldorf. Unter Deutschlands Bauern wächst die Sorge vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Die Landwirte befürchten Schäden in Milliardenhöhe. Sie fordern den verstärkten Abschuss von Wildschweinen, die als Überträger gelten.

"Die Seuche kommt näher", sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, der Süddeutschen Zeitung vom Montag.

Die Tierseuche breitet sich seit einigen Jahren über Russland und das Baltikum in Richtung Westeuropa aus. Für Menschen ist sie aber nicht ansteckend.

Die Folgen eines Ausbruchs wären immens, warnte Krüsken: Breite sich der Erreger in Deutschland aus, drohe ein "wirtschaftlich katastrophales Szenario". Exportländer würden Schweinefleisch nicht mehr abnehmen, in Deutschland würden die Preise drastisch fallen.

Die möglichen Schäden für die deutsche Landwirtschaft liegen laut Krüsken "bei zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr". Rechne man die Kosten für die Seuchenbekämpfung und die gesamte Ernährungsbranche hinzu, lande man schnell in "zweistelliger Milliardenhöhe".

"Hoher Infektionsdruck"

Der Verband befürchtet gar eine neue Existenzkrise für viele Unternehmen. "Käme nach der gerade bewältigten Krise nun eine neue, müsste sicher eine große Zahl von Betrieben aufgeben."

Nach den jüngsten Infektionsfällen in Zlin südlich von Prag in Tschechien und der Region Warschau in Polen spricht auch das Bundeslandwirtschaftsministerium von einem "hohen Infektionsdruck".

Der Bauernverband fordert deshalb einen strengeren Kampf gegen die Seuche. "Wir müssen uns besser vor einer Einschleppung schützen", sagte Krüsken der "SZ". "Bislang passiert auf Bundes- und Landesebene zu wenig."

Vor allem müsse der Wildschweinbestand mit intensiverer Jagd reduziert werden. So sollten Jäger mit Prämien motiviert werden, mehr Wildschweine zu schießen. Wildschweine gelten als wichtiger Übertragungsweg. (DBV)

Es muss darüber diskutiert werden, ob eine Abschussprämie für Wildschweine noch waidgerecht ist. ( Anmerkung des Vorstandes )

Wichtig! Neues von der Afrik. Schweinepest ( ASP )

Wichtig!
Die Viruserkrankung wurde zuletzt in Tschechien, etwa 350 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze, nachgewiesen. Ein Impfstoff gegen die ASP ist auf absehbare Zeit nicht verfügbar. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zur Vorbeugung und Bekämpfung der unheilbaren Tierseuche eingesetzt werden. ASP befällt Haus- und Wildschweine gleichermaßen. Die afrikanische Schweinepest hat die Grenzen zur EU im Osten überschritten.

1.  Was ist zu tun, wenn verendetes Schwarzwild gefunden wird?
2. Maßnahmenkatalog Optionen für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen im Seuchenfall.
3. Exemplarische Anwendung jagdlicher Maßnahmen im Seuchenfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP)
 
Waidmannsheil
 
G. Dreher
 
Jagdaufseher im Saarland e. V. ges. Vorstand Gerhard Dreher, Am Stockfeld 55, D-66539 Neunkirchen, eingetragen im Vereinsregister des AG Saarbrücken VR 4866.
Maßnahmen bei ASP Früherkennung
Maßnahmenkatalog bei ASP Erkennung
Jagdliche Maßnahmen bei ASP

HF

Neues von der Aujeszkyschen Krankheit beim Schwarzwild

Die Aujeszkysche Krankheit beim Schwarzwild wurde im Saarland nachgewiesen.
Hier ein Bericht von Heinz Mang
Info

Pressemeldung zur Änderung des Waffengesetzes v. DJV

Meldung über die Änderung im Waffengesetz
Wie müssen zukünftig Waffen aufbewahrt werden. Dazu Fragen und Antworten.
Info
Heinz Mang

Besuch der Haseler Mühle bei Neunkirchen am Wildpflanzentag am 31.05.2017

Die Jagdaufseher besuchen die Haseler Mühle bei Neunkirchen
Info
Bilder sind bei Fotos zu sehen
GD

Tod unseres Kameraden und ehemaligen Kassenwartes Dr. Armin Renzow

Die Jagdaufseher Saarland e.V. trauern um ihren ehemaligen Kassenwart Dr. Armin Renzow.

Lange Jahre hat er die finanziellen Angelegenheiten des Vereines in vorbildlicher Weise geführt, und durch seine Übersicht im Vorstand mit dazu bei getragen, dass unser Verein heute so gut aufgestellt ist.

In seiner ruhigen und kameradschaftlichen Art wusste er zu überzeugen, und sowohl bei Lob als auch bei Tadel fand er immer aufmerksame Zuhörer.

Wir Jagdaufseher verlieren einen guten Kameraden und Kassenwart.

Die Beisetzung soll im engen Kreis der Familie stattfinden, aber Armin hat sich gewünscht, dass wir mit einem Bläsercorps die Trauerfeier begleiten, zu der auch die Jagdaufseher eingeladen sind.

Der Termin der Beerdigung wird noch bekannt gegeben.

HF 

Schließung der Außenstelle des Landesamtes für Verbraucherschutz in Ottweiler Seminarstr. 25 zum 9.12.2016

Ab 9.12.2016 schließt das Landesamt für Verbraucherschutz in Ottweiler, Seminarstraße 25.
Hiermit ist die Abgabe von Trichinenproben ab 9.12.2016 in Ottweiler nicht mehr möglich.
Alternativmöglichkeiten im Link
Trichinenprobe

Landesamt für Verbraucherschutz

Verhalten bei Wildunfällen und wie ich sie vermeiden kann

www.motor-talk.de/wildunfall 
von Motor-Talk

Selbstladewaffen sind wieder erlaubt.

Liebe Jägerinnen und Jäger,
die von vielen Jägern erwartete Nachricht ist nun Realität:
Ab Donnerstag 10.11.2016 sind die jagdlichen Selbstladewaffen wieder in vollem Umfang "legal".
Die Verwendung auf der Jagd und auf dem Schießstand ist wieder möglich.
www.jagdverband.de/content/%C3%A4nderung-des-bundesjagdgesetzes-tritt-kraft-1
WMH
Johannes Schorr

Unser Messestand und Flyer

Umsatzsteuer auf Jagdpacht

Umsatzsteuer
Heiner Kausch
Kreisjägermeister

Beitragsbescheide Berufsgenossenschaft

Berufsgenossenschaft
Friedrich von Massow
Justitiar

Erläuterungen zu dem Rahmenvertrag über die Anbringung von Wildwarnern

Wildwarner
Heiner Kausch
Kreisjägermeister

Schalldämpfer künftig erlaubt! Regelwerk.

Schalldämpfer künftig erlaubt!
„Mit Schreiben vom 19.05.2016 hat die Oberste Waffenbehörde den Unteren Behörden mitgeteilt, dass sich der Innenminister Klaus Bouillon und der Umweltminister Reinhold Jost nach eingehender Abwägung der berechtigten Belange des persönlichen Gesundheitsschutzes des einzelnen Jägers einerseits, wie auch der öffentlichen Sicherheit andererseits, dafür ausgesprochen haben, ein Bedürfnis für Schalldämpfer für Jagdlangwaffen anzuerkennen.
Das heißt, dass jetzt auch im Saarland nach Einzelfallprüfung die Erlaubnis zum Erwerb eines Schalldämpfers durch die Untere Waffenbehörde erteilt werden kann, da mit dem neuen Jagdgesetz vom 19.03.2014 das vormalige jagdliche Nutzungsverbot gestrichen wurde.
. Die Bedürfnisprüfung ist eine Einzelfallprüfung und entspricht § 8 WaffG.
.Schalldämpfer stehen (wie wesentliche Teile) den Schusswaffen gleich.
·Es ist ein WBK-Voreintrag erforderlich, für den im Einzelfall ein Bedürfnis nachgewiesen werden muss.
Von einem Bedürfnis ist auszugehen, wenn der Schalldämpfer auf einer Jagdlangwaffe in einem schalenwildtauglichen Kaliber verwendet werden soll. Er darf nach dem Erwerb auch nur mit einer entsprechenden Jagdlangwaffe verwendet werden.
Es bedarf zum Führen eines Schalldämpfers analog des Führens der (dazugehörigen) Jagdwaffe der gültige Jagdschein und die WBK mit dem eingetragenen Schalldämpfer.
Schalldämpfer sind im Waffenschrank auch analog einer Langwaffe aufzubewahren, wobei sie auf die Waffenkontingente der jeweiligen Aufbewahrungsbehältnisse zahlenmäßig nicht angerechnet werden.
Da weiter die Kennzeichnungsbestimmungen wie bei einer Waffe gelten, ist darauf zu achten, dass der zu erwerbende Schalldämpfer auch die notwendigen Kennzeichen, z.B. auch eine Seriennummer besitzt, sonst wird ggf. eine nachträgliche Anbringung solcher Kennzeichen notwendig (was mit Ärger, aber auch mit Kosten verbunden sein kann bzw. wird).
Vor Verwendung in einem anderen Bundesland ist die dortige Rechtslage eigenverantwortlich zu prüfen. Gleiches gilt auch für die Mitnahme oder das Verbringen in andere EU-Länder.“
 
Waidmannsheil
 G. Dreher
 Jagdaufseher im Saarland e. V. ges. Vorstand Gerhard Dreher, Am Stockfeld 55, D-66539 Neunkirchen, eingetragen im Vereinsregister des AG Saarbrücken VR 4866.
 

Der Verein der Jagdaufseher des Saarlandes läd ein

Einladung an den BDJV
GD

Brief an Minister Jost zur Bejagung der Rabenkrähe

Brief an Minister Jost
GD

Protest gegen ein geplantes Jagdgesetz in NRW

Wie wir in NRW gerade erleben, wird insbesondere von Seiten der GRÜNEN ein ideologisches Jagdgesetz auf den Weg gebracht.
Daher gibt es ein Petitionsformular, das ihr online ausfüllen könnt.
Meiner Meinung nach sollten wir unsere Mitjäger in NRW unterstützen.
www.ljv-nrw.de/individuell/jagdreform.php
Mitmachen, unterschreiben, weiterleiten, auch an sympathisierende Nichtjäger. Wäre doch gelacht wenn wir nicht 100.000 Stimmen gegen Ideologie im Jagdgesetz zusammen bekommen.

RK

Afrikanische Schweinepest in Estland, Lettland, Litauen und Polen

Die afrikanische Schweinepest hat die Grenzen zur EU im Osten überschritten.
 Über die Gefahren die mit der afrikanischen Schweinepest verbunden sind wurde schon mehrfach hingewiesen.
 In welchem Umfang diese Seuche die EU Staaten Estland Lettland Litauen und Polen erreicht hat ist in der Anlage zu sehen.
Wir bitten neben der Blut – und Milzentnahme bewusst auch die Organe auf bedenkliche Merkmale hin zu untersuchen und Auffälligkeiten den Veterinärbehörden zu melden.
 Die klinischen Symptome der ASP sind unspezifisch und reichen von Fieber, Rötungen der
Haut (besonders Ohren, Bauch und Beine) bis zu Blutungen aus Nase und Anus. Erkrankte
Wildschweine suchen vermehrt Suhlen und Wasserläufe auf und können die Scheu vor
Hunden und Mensch verlieren. Die Erkrankung führt in den meisten Fällen nach 2 – 10
Tagen zum Tod. Pathologisch dominieren eine hochgradig geschwollene und blutreiche Milz,
hochgradig vergrößerte Lymphknoten (vor allem Magen- Darmlymphknoten), die auch blutig
sein können, sowie unterschiedlich stark ausgeprägte Blutungen im Bereich der
Schleimhäute und der Nieren. 
 
Wegen Ähnlichkeiten mit anderen Krankheitsbildern kann der Nachweis der ASP nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden.
 Gerhard Dreher
Schweinepest Tabelle
Schweinepest Karte

Bericht über die Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild

Bericht über Afrikanische Schweinepest
Zusatzinfo zur Afrikanischen Schweinepest
Sachstand zur Afrikanischen Schweinepest
bereitgestellt von Heinz Mang

Info über konventionelle u. innovative Jagdbüchsengeschosse

Info über Jagdbüchsengeschosse
bereitgestellt von Heinz Mang
Herausgeber: Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Landesvereinigung der Jäger

Neues Saarländisches Jagdgesetz geändert am 19.3.2014

Neues Saarländisches Jagdgesetz vom 19. März 2014
Durchführungsverordnung Neues Saarländisches Jagdgesetz

Mit Reh und Hirsch gegen Borreliose, ein Beitrag zur Verfügung gestellt von Heinz Mang.

Mit Reh und Hirsch gegen Borreliose
Heimische Pflanzenfresser wirken zweifach positiv gegen infizierte Zecken
Die Zecken-Experten Dr. Dania Richter und Professor Franz-Rainer Matuschka forschen seit rund 20 Jahren an Ixodes ricinus, dem Gemeinen Holzbock. Umgangssprachlich bekannt als Zecke, saugt der Parasit das Blut von Säugetieren, Vögeln und Eidechsen. Und kann dabei Krankheitserreger übertragen. Die beiden Wissenschaftler haben unter anderem an der US-amerikanischen Harvard-Universität und an der Charité Berlin geforscht. Ihr Fazit: Wiederkäuer wie Ziege, Schaf und Reh befreien Zecken von ihrer gefährlichen Borreliose-Fracht. Wie sich Jäger und andere Naturliebhaber vor Zeckenstichen schützen können und was das Reh mit dem amerikanischen Weißwedelhirsch gemeinsam hat, erläutern die Experten im DJV-Interview.
DJV: Geschätzte 200.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Borreliose. Welche Rolle spielt dabei die Zecke, also der Gemeine Holzbock?
Dr. Richter:
Über ganz Deutschland kann der Gemeine Holzbock mit den Erregern der Lyme-Borreliose infiziert sein. Die Infektionsraten variieren stark zwischen 5 und 50 Prozent, je nachdem welche Wirtstiere den Zecken für die Blutmahlzeiten zur Verfügung stehen. Weil Zeckenlarven diesen Erreger nicht von ihrer Mutter erben, sind sie noch nicht infiziert. Sie erwerben die Lyme-Borrelien, erst, wenn sie an einem infizierten Wirt Blut saugen. Das können Mäuse, Ratten oder Vögel sein. Nach der Häutung zur Nymphe kann die Zecke Borrelien während der nächsten Blutmahlzeit auf ihren Wirt, sei es Mensch oder Tier, übertragen. Da die Lyme-Borreliose durch Bakterien verursacht wird, lässt sich diese Erkrankung mit der Gabe eines Antibiotikums therapieren.
DJV: Welche Wirtstiere fördern die Borrelien? Und welche Rolle spielen Wiederkäuer?
Professor Matuschka:
Manche Wirte der Zecke, wie Nagetiere oder Vögel, sind bekannt als Reservoir für die Erreger der Lyme-Borreliose. Saugt die Zecke als Larve oder Nymphe an einem infizierten Wirt, dann nimmt sie Borrelien auf und kann sie im nächsten Stadium auf den Menschen übertragen – auch nach einer weiteren Häutung zum Zeckenweibchen. Wir konnten in mehreren Untersuchungen zeigen, dass Zecken ihre gefährliche Fracht nicht an Wiederkäuer weitergeben können. Das gilt sowohl für Nutztiere wie Ziegen, Schafe und Rinder, als auch für Reh-, Rot-, Dam- und Muffelwild. Und besser noch: Infizierte Zecken, die an Wiederkäuern saugen, verlieren die Lyme-Borrelien während der Blutmahlzeit. Sie saugen sich voll, fallen vom Wirt ab, entwickeln sich zum nächsten Stadium und sind nicht mehr infektiös. Wir bezeichnen Wiederkäuer deshalb als zooprophylaktisch. Welche Substanz im Blut der Wiederkäuer während der Blutmahlzeit für diesen Effekt sorgt und die Lyme-Borrelien in der Zecke auslöscht, wissen wir bisher noch nicht. Grundsätzlich gilt: In Gebieten, in denen viele Wiederkäuer leben, stecken sich die Zecken also weniger häufig an. Die Wahrscheinlichkeit, dort einer infizierten Zecke zu begegnen, ist geringer.
DJV: In Nordamerika wandert der Weißwedelhirsch nach Westen und bringt Zecken mit. Spielt das Reh eine ähnliche Rolle in Deutschland?
Interview mit Fr Dr. Richter und Prof. Matuschka

Beschwerde zur Sendung des ZDF "planet e.-Jäger in der Falle" vom 19.1.2014

Antwortschreiben von Hr. Ruprecht Polanz, ZDF Fernsehrat, auf die zahlreichen Beschwerden zur Sendung "Jäger in der Falle" vom 19.1.2014.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Beschwerde zur Sendung "planet e.-Jäger in der Falle" vom 19.1.2014 ist bei der Geschäftsstelle des Fernsehrates eingegangen.
Da zu dieser Sendung zahlreiche Programmbeschwerden eingelegt worden sind, habe ich als Vorsitzender des Fernsehrates entsprechend den Verfahrensgrundsätzen zur Behandlung von Programmbeschwerden vom 25.02.2014 beschlossen, das Verfahren für Mehrfachbeschwerden anzuwenden.
- Mehrfachbeschwerden sind Eingaben mit demselben Anliegen, die individuell abgefasst sind. Massenbeschwerden sind Eingaben in größerer Zahl mit demselben Anliegen, deren Text ganz oder im Wesentlichen übereinstimmt.
- Bei Mehrfach- und Massenbeschwerden wird eine Beschwerde als Leitbeschwerde für die Bearbeitung geführt. Über die Anwendung dieses Verfahrens entscheidet der Vorsitzende des Fernsehrates.
- Die übrigen eingehenden einzelnen Beschwerden werden nur noch gesammelt und zahlenmäßig erfasst. Der Fernsehrat erhält einen Hinweis, dass noch eine Anzahl X gleichgearteter Beschwerden eingegangen ist.
- Nach Abschluss des Verfahrens sind alle Petenten über den Ausgang des Verfahrens zu informieren.
Ihre Beschwerde wurde nicht als Leitbeschwerde ausgewählt. Sie können sich jedoch auf der Homepage des Fernsehrates über das weitere Verfahren informieren: ly.zdf.de/vY4/
Dort ist eine Stellungnahme des Hauses zu den Beschwerdepunkten eingestellt. Ebenso werden Sie an dieser Stelle auch die Entscheidung des Fernsehrates zur Leitbeschwerde finden, sobald dieser darüber beraten hat.
Eine daürber hinausgehende individuelle Bearbeitung Ihrer Programmbeschwerde ist im Rahmen dieses Verfahrens nicht möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Ruprecht Polenz
ZDF, Fernsehrat, 55100 Mainz, Deutschland
Web: www.zdf.de und www.fernsehrat.zdf.de
Mit dem Zweiten sieht man besser"
Stellungnahme des Intendanten des ZDF zur Beschwerde

GD

Neues zur Benutzung von Wildkameras im Saarland

Pressemitteilung in der Saarbrücker Zeitung
Merkblatt und Meldeformular für Wildkameras
 RK

Die Jagd auf Schwarzwild im Saarland heute

Info
GD

Text Verein der Jagdaufseher im Saarland für die VJS

Info

Neue Nachricht aus Frankreich

Die meisten Militärkaliber sind jetzt in Frankreich erlaubt
RK

Wildwarner

Zu dem in unserer Mitgliederversammlung angesprochenen Thema "Wildwarner" hat uns unser Jagdaufseher Mitglied Kurt Uhl einen Prospekt zukommen lassen, den wir hier gerne als Info einstellen.
Info
Rk

Auswertung unserer Fragebogenaktion

Hier die Ergebnisse unserer Fragebogenaktion

Was wir von unseren Nachbarn wissen sollten.

Vor wenigen Tagen trat in Rheinland-Pfalz die neue Landesjagdverordnung (LJVO) in Kraft.
Infos: hierzu bitte dem Link folgen.
 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=3512
RK

Deutsch-west polnische Wolfspopulation

Wer hat Interesse an der Deutsch-west polnische Wolfspopulation?
Informationen vom Landtag in Brandenburg nach einer Anfrage.
Informationen unter der unten angegebenen Link:

Trichinenprobeentnahme durch den Jäger, Bezug von Wildursprungsmarken

Hinweisblatt zur eigenen Trichinenprobeentnahme durch den Jäger und dem  Bezug von Wildursprungsmarken
 

Wildarten

Rehwild

Erhaltung und Bejagung im Revier
Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Bioitoppflege. Hauptaufgabe der Hege ist es die Lebensbedingungen zu verbessern. Das Revier soll dem Bestand an Rehwild gerecht werden. Ein der natürlichen Auslese nahekommender Abschuss soll dazu beitragen,
1. einen dem natürlichen Lebensraum entsprechenden Bestand zu erreichen
2. ein Geschlechterverhältnis von 1:1 herzustellen
3. eine Altersstruktur herbeizuführen, die dem einer natürlichen Population nahekommt.
Bedeutsam für die Qualität des Rehwildbestandes in unserem Revier ist die Äsungs- und Biotopqualität, die Verringerung der Störungen und des Jagddruckes im Revier, sowie die Sozialstruktur und Populationsdichte.
Wilddichte
Eine zu hohe Wilddichte im Revier führt zu krankem und schwachem Wild, hoher natürlicher Sterblichkeit und zu übermäßigen Schäden in Land- und Forstwirtschaft. Die Rehwilddichte im Revier kann Erfahrungsgemäß am sichersten über Weiser festgestellt werden. Insbesondere der Ernährungszustand des Wildes und der Zustand der Vegetation zeigen uns, ob das Revier mit Äsungs- und Biotopverhältnissen der Wilddichte im Einklang ist.
Populationsweiser
°    Zu geringes Körpergewicht
°    Starker Parasitenbefall
°    Häufigeres Vorkommen von kranken und kümmernden Stücken
°    Hoher Anteil von Ricken mit schwachen Kitzen oder nur einem Kitz
°    Geringe Trophäenstärke
°    Hoher Knopfbockanteil
Vegetationsweiser
°    Vegetationszustand beliebter Äsungspflanzen
°    Verjüngungszustand von Baumarten, die dem natürlichen Wuchs- und Mischungspotential des Reviers entsprechen
Die dem Revier angepasste Wilddichte ist erreicht, wenn starke und gesunde Stücke die Regel sind und keine wirtschaftlich untragbaren Wildschäden auftreten und ohne aufwendige Schutzmaßahmen die natürliche Verjüngung aller Baumarten im Revier möglich ist. Die Wilddichte soll aber gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung des Bestandes erlauben.
Geschlechterverhältnis
Im Jahresdurchschnitt ist ein Geschlechterverhältnis von 1:1 anzustreben. Ein Überhang des weiblichen Rehwildes führt zu unkontrollierten Zuwachsraten und gestörtem Altersaufbau der Population. Im Frühjahrsbestand sollten männliche Stücke überwiegen.
Altersaufbau
Ein den natürlichen Verhältnissen nahekommender Altersaufbau ist für die Qualität der Rehwildbestände und für die Verringerung der Verbissbelastung von großer Bedeutung. Während der Vegetationszeit besetzen Ältere territoriale Stücke erfahrungsgemäß die optimalen Territorien im Revier. Sie beeinflussen damit lokal die mögliche Populationsdichte und können dadurch den Verbissdruck erheblich reduzieren.
Um die gewünschte Altersstruktur zu erreichen muss in der Jugendklasse (Altersstufe I) stark eingegriffen werden, mindestens 60% des gesamten Rehwildabschusses sollte dort getätigt werden. Um dieses Ziel u erreichen, sind auch normal entwickelte Stücke zu erlegen. Der Eingriff muss so früh wie möglich beginnen; der Kitzabschuss sollte daher schon im Herbst und Frühwinter erfüllt sein, Jährlinge und Schmalrehe sollten zu Beginn der Jagdzeit erlegt werden. Zu höchstens 40% soll die Altersklasse (Altersstufe II) am Gesamtabschuss beteiligt sein. In dieser Altersstufe kann nach wie vor zwischen mittelalt und alt unterschieden werden und die mittelalten Stücke möglichst geschont werden (10-15% des Abschusses) 25-30% des Abschusss sollte das 5 jährige und ältere Wild betreffen. Krankes Wild ist unter Anrechnung auf den Abschussplan ohne Rücksicht auf die Altersstufe zu erlegen. Fallwild und verendetes Wild ist auf den Abschussplan anzurechnen.
Verringerung des Jagddruckes
Bejagungsmethoden die dem Aktivitätsrythmus des Rehwildes angepasst sind und schwerpunktmäßig für die jeweiligen Altersstufen auf bestimmte Zeiten konzentriert werden sind im Interesse der Hege des Wildes. Durch effektives bejagen wird der unnötige Jagddruck und der damit verbundene Stress für das Wild minimiert - gut für Wild und Wald.
Bewirtschaftungsmaßnahmen
Zu unseren Hauptpflichten gehört deshalb neben der Jagd auch die Verbesserung der Lebensgrundlagen für alle Wildarten im Revier. Wir bemühen uns dem Rehwild günstigere Äsungs- und Deckungsverhältnisse zu schaffen.
Die Verpflichtung des Jagdausübungsberechtigten, durch geeignete Maßnahmen für eine Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen zu sorgen, ist im § 24 SJG festgelegt genauso wie die Verpflichtung des Verpächters, bei der Beschaffung der notwendigen Flächen mitzuwirken.
Quellenangabe:
Ministerium für Umwelt
Text Herbert Volz, Oberste Jagdbehörde

Schwarzwild

Richtlinie zur Bejagung des Schwarzwildes im Saarland
Allgemeines

1.    Ziel der Schwarzwildbewirtschaftung ist die Förderung eines den Sozialstrukturen dieser Wildart entsprechenden gesunden und den landschaftlichen Verhältnissen angepassten Schwarzwildbestandes.
2.    Zur Vermeidung übermäßiger Schäden in der Landwirtschaft und zur Bekämpfung von auf Hausschweinebestände rückübertragbare Krankheiten ist eine Wilddichte anzustreben, die in Abhängigkeit von der Biotopstruktur (Feld-/Waldanteil) 1-3 Stück pro 100 ha nicht übersteigen soll (tragbare Wilddichte). Entstandene Wildschäden an landwirtschaftlich genutzten Flächen und das Auftreten von Krankheiten sind unmittelbare Weiser für die Wilddichte.
3.    Eine Bejagung des Schwarzwildes nach wildbiologischen Grundsätzen garantiert einen wirtschaftlich tragbaren Wildbestand mit gesundem, starkem Schwarzwild und optimaler Altersstruktur.
4.    Diesem Ziel dienen die Schwarzwildhegegemeinschaften. Sie garantieren eine revierübergreifende Bewirtschaftung des Schwarzwildes und können Forum sein für Anleitung und Fortbildung der Jäger, nicht nur in den Belangen der Schwarzwildbejagung.
Innerer Bestandsaufbau und Zuwachs
1.    Geschlechterverhältnis: Es ist das natürliche Geschlechterverhältnis dieser Wildart von 1:1 anzustreben. Verschiebungen zu Gunsten der Bachen sind zu vermeiden, da sie unter günstigen Umweltbedingungen zu einer Überschreitung der wirtschaftlich tragbaren Wilddichte führen können.
2.    Altersaufbau: Zu einem gesunden Bestand und einer tragbaren Wilddichte gehört eine natürliche Altersstruktur in den Rottenverbänden, bei der ein angemessen hoher Anteil an älteren reifen Sauen (älter als 4 Jahre) mit einem Stamm von erfahrenen Bachen vorhanden ist.
3.    Zuwachs: In Abhängigkeit von Geschlechterverhältnis, Altersaufbau und den Ernährungsbedingungen können die Zuwachsraten zwischen 50 % und 200 % des Gesamtbestandes schwanken. Die jährlichen Bestandsschwankungen und die Populationsdynamik sind daher sehr groß und nur schwer vorhersehbar.
Bejagungsgrundsätze
a) Jugendklasse
In die Jugendklasse gehören Frischlinge (Frischlingsklasse) und Überläufer (Überläuferklasse). Wegen den doch deutlich unterschiedlichen Geburtsterminen wird das Alter allein nach wildbiologischen Gegebenheiten bestimmt. Allein durch den Beginn eines neuen Jagdjahres wird der Frischling nicht zu einem Überläufer.
b) Altersklasse
In die Altersklasse gehören Stücke die älter als sind als 24 Monate. Von reifen Stücken kann erst dann gesprochen werden, wenn ein Lebensalter von mindestens 5 Jahren erreicht ist. Die Altersbestimmung (Jugendklasse) kann annähernd nur unter Beachtung der Zahnentwicklung erfolgen. Das Wildbretgewicht gibt keinen Aufschluss über das Lebensalter.
Mindestens 75 % des Gesamtabschusses sind in der Jugendklasse zu tätigen, wobei überwiegend Frischlinge zu erlegen sind. Dieses Ziel kann nur bei einer sehr scharfen und frühzeitigen Bejagung der Frischlinge realisiert werden. Deshalb muss hier mit dem Abschuss sofort begonnen werden, wenn das Wildbret verwertbar ist (spätestens ab ca. 10 Kg Wildbretgewicht).
Wird nicht überwiegend in die Jugendklasse eingegriffen, ist ein Nachholen des Abschusses in der Überläuferklasse bei den weiblichen Stücken aus Tierschutzgründen in der Regel nicht möglich. Ein Großteil der Überläuferbachen führt bereits oder kann als solche nicht mehr angesprochen werden. Sehr starke Eingriffe in die Klasse der Überläuferkeiler haben unerwünschte Verschiebungen der Geschlechterverhältnisse zur Folge.
Bereits schwache Überläuferbachen können führen und sind unter schlechten Lichtverhältnissen nicht eindeutig anzusprechen. Sofern die Stärke der Frischlinge einen Bachenabschuss noch nicht zulässt, darf nur in der Frischlingsklasse eingegriffen werden.
Ältere Bachen meiden nach dem Abschuss der Frischlinge aus der Rotte die wildschadensgefährdeten Feldflächen wenn dort der Abschuss erfolgte und lassen sich besser im Wald halten als jüngere, unerfahrene Bachen. Mit diesem Ziel können Wildschäden in der Landwirtschaft reduziert werden.
Eine Regulation des Bestandes kann nur über den Abschuss von Reproduktionsträgern erfolgen. Dieser soll mindestens 10 % der Gesamtstrecke betragen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass
a) Leitbachen aus einer Rotte absolut zu schonen sind
b) eine gezielte Bejagung in den Herbst- und Wintermonaten (November bis Januar) auf Einzeljagden stattfinden soll.
c) ein Abschuss nur erfolgen darf, wenn keine säugenden Frischlinge in der Rotte sind.
In den Frühjahrsmonaten bzw. in der Hauptfrischzeit sollte in den Haupteinstandsbereichen der Waldreviere das Schwarzwild weitgehend nicht bejagt werden, um ein Ausweichen auf die Feldflure zu verhindern. Dagegen erfordern die Flächen mit Wildschäden in der Landwirtschaft eine starke Bejagung des Schwarzwildes. Im Feld konzentriert sich der Abschuss hierbei auf Frischlinge und nichtführende Überläuferbachen. Einzeln ziehende Stücke sind insbesondere in den Frühjahrsmonaten zu schonen, sofern sie nicht eindeutig als abschussrichtig in der jeweiligen Altersklasse angesprochen werden können. Die Verbote über Wildfütterung sind zu beachten. Für die Kirrung gilt die zwischen dem Ministerium für Umwelt und der VJS getroffene Vereinbarung. Sonderregelungen sind bei Ausbruch von Wildseuchen zu treffen, wobei selbstverständlich die tierschutzrechtlichen Aspekte zu beachten sind. Überall dort, wo es zu Schweinepestausbrüchen gekommen ist, sind die Jäger verpflichtet, die vom Veterinärwesen eingeleiteten Gegenmaßnahmen mit aller Konsequenz zu unterstützen, um einer weiteren räumlichen Ausbreitung der Schweinepest entgegenzuwirken.
Quellenangabe:
Umweltministerium des Saarlandes und Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS)
Texte: Herbert Volz, Paul Maurer, Oberste Jagdbehörde und VJS
 

Gesetzeslage

Definition Kirrung
Auf Grund der Vereinbarung zwischen der Vereinigung der Jäger des Saarlandes und der obersten Jagdbehörde vom August 2002
Die Kirrung unterscheidet sich bereits aus Sinn und Zweck deutlich von der Fütterung. Sie ist nur unter Ausbringung geringer Mengen Getreide, Kartoffeln und Äpfeln (Lockwirkung ohne Sättigung) zulässig und dient dem Zweck der Erlegung von Schwarzwild.
Die Kirrung darf sich nicht auf eine stetige Fütterung hin entwickeln und ist so anzulegen, dass Sie grundsätzlich für anderes Wild nicht zugänglich ist (z. B. in den Boden eingebracht oder mit schweren Steinen abgedeckt o. ä.). Die Gesamtkirrmenge pro Kirrung darf nicht mehr als drei Kilogramm pro Tag betragen.
Die Anzahl der Kirrungen ist auf maximal eine Kirrung pro angefangene 75Hektar bejagbare Fläche beschränkt.
Für Getreide als Kirrgut gilt: Futterautomaten bzw. aufgehängte Fässer sind dann zulässig, wenn sie der Vermeidung unnötiger Störungen in Rotwildrevieren dienen. Futterautomaten bzw. aufgehängte Fässer müssen eine zeitliche Mengenbegrenzung (maximal 3 Kg/Tag durch eine Dosiereinrichtung ermöglichen.
Rollgefäße (Rollfässer, Kirrtrommel) dürfen nur ein Fassungsvermögen von maximal drei Kilo besitzen und müssen mit kleineren Löchern versehen sein, aus denen nur einzelne Körner ausrieseln können. Für Mais gilt hier die Obergrenze von 10 mm er Löchern.
Unabhängig von der zugelassenen Kirrmenge wird die Ausbringung von kleinen Mengen (eine Handvoll / Tag) für die Kirrung als ausreichen angesehen.
Wildunfälle
Für die Nachsuche auf verunfalltes oder verwundetes Wild gelten besondere Regelungen die zu beachten sind, insbesondere der befriedete Bezirk Autobahn.
Da unser Revier von Autobahnen begrenzt und durchzogen wird und Zu- und Abfahrten zu Autobahn vorhanden sind stellt sich für die Nachsuche u. U. die Frage "Wo beginnt und wo endet die Autobahn" und damit der befriedete Bezirk Autobahn.
Die Behörde hat zum Zwecke der Erleichterung und Beschleunigung des Verkehrs durch Verordnung Bundesstraßen, die nach dem Bundesstraßengesetz als Bundesautobahnen bezeichnet werden, einschließlich der Zu- und Abfahrtsstraßen, zu Autobahnen zu erklären. Diese Verordnungen sind im Regelfall durch Straßenverkehrszeichen kundzumachen und treten mit Anbringung dieser Verkehrszeichen in Kraft. Der Zeitpunkt der erfolgten Anbringung ist mit einem Aktenvermerk festzuhalten. Als Straßenverkehrszeichen die für eine Kundmachung geeignet sind, kommen die Hinweiszeichen "Autobahn", und "Ende der Autobahn" in Betracht. Nach der Rechtsprechung der Höchstgerichte sind die Straßenverkehrszeichen dort anzubringen wo der räumliche Geltungsbereich der Verordnung beginnt und endet. Gibt es zwischen dem Ausstellungsort eines Straßenverkehrszeichens und der getroffenen Verordnungsregelung eine Differenz um mehr als fünf Meter liegt keine gesetzmäßige Kundmachung der Verordnung vor. In derartigen Fällen liegt eine Mangelhafte Kundmachung vor, die in einem darauf beziehenden Verwaltungsstrafverfahren entsprechend zu beachten ist.
Resümee: Immer dann, wenn keine ordnungsgemäße Kundmachung vorliegt, kann der sich auf die Verordnung beziehende Vorwurf einer Verwaltungsübertretung nicht begangen worden sein.
Quellenangabe:
StraßenGüterVerkehr Juli 2010
Artikel Dr. Dominik Schärmer